
Über mich
Wie alles begann
Als Kind habe ich einen kostenlosen Blog-Baukasten entdeckt und war sofort gefesselt. Aber das Blog, das dabei herauskam, gefiel mir bald nicht mehr – also habe ich gelernt, es selbst anzupassen, durch Plugins zu erweitern, ein eigenes Theme zu bauen… Am Ende hatte ich ein richtig gutes Blog. Nur: Gelesen hat es niemand.
So kam ich zur Suchmaschinenoptimierung, zur Analyse von Nutzerverhalten und schließlich zum Marketing an sich.
Ein paar Jahre später habe ich meine erste Firma gegründet: ein Einzelhandelsunternehmen, das E-Liquids hergestellt und verkauft hat. Endlich konnte ich nicht nur Probleme erkennen, sondern auch die passenden Lösungen dazu entwickeln. Dumm nur, dass die Werbung für E-Liquids kurz vor unserem Launch verboten wurde. Uns blieb nichts als unkonventionelle Methoden – also genau die, ohne die heute kaum ein Produkt mehr erfolgreich wird. In dieser Firma habe ich vor allem eins gelernt: Management. Selbst und ständig, mit fünfzig Jobs in einer Person. Irgendwann war klar, dass in dieser Geschäftsführung kein Platz mehr für mich war. Also bin ich raus aus der Boygroup und in die Solokarriere gestartet – mit genau den Themen, mit denen ich schon damals überzeugt hatte: Marketing, smartes Unternehmensmanagement und der Drang, mich ständig weiterzuentwickeln.
Was ich heute mache
Heute bin ich selbstständiger Problemlöser. Meine Hauptfelder sind Marketing, Unternehmensberatung und Schnittstellenintegration, in letzter Zeit auch zunehmend Automatisierung und KI. Viele Kunden wissen am Anfang gar nicht so genau, was sie eigentlich suchen. Dann finden wir gemeinsam heraus, dass hinter dem Wunsch nach etwa einer neuen Website oft noch viel mehr steckt – zum Beispiel Frust darüber, dass sich die teure, analoge Buchhaltung kaum noch mit den aktuellen Aufträgen bezahlen lässt. Also kümmere ich mich dann einfach um beides: mehr Umsatz und Automatisierung in der Buchhaltung. Meine liebsten Kunden sind kleine und mittlere Unternehmen, in die ich persönlich hineinwachsen kann.
Marzahn und Volt Berlin
Neben dem Beruf bin ich Vorsitzender von Volt Berlin und kandidiere für mein Viertel Marzahn-Hellersdorf. Ich lebe hier nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es möchte. Aufgewachsen bin ich in Freiburg; nach Berlin zu ziehen hat mich geprägt, Ostberlin umso mehr. Hier treffen Welten aufeinander, die sich manchmal kaum vereinen lassen wollen. Aber hier wird Vielfalt auch gelebt, nicht nur beschworen. Die Menschen in meinem Viertel sind ehrlich, tragen das Herz auf der Zunge und sagen, wenn ihnen etwas nicht passt.
Und von diesen Nicht-Pass-Stellen gibt es genug: hohe Kinderarmut, Perspektivlosigkeit, schlechte medizinische Versorgung. Wer verstehen will, warum der Rechtsruck in diesem Land hausgemacht ist, sollte mal nach Marzahn kommen – wo Politik viel verspricht und dann Stillstand liefert, wo Jugendeinrichtungen schließen und Fußballclubs auf Sportplätze warten wie anderswo auf Kleingartenparzellen, wo Menschen sich in der Schichtarbeit den Rücken krumm machen und der Nachtbus für den Heimweg trotzdem ausfällt. Dabei ist Marzahn einer der besten Orte, um Probleme zu lösen. Und genau das spornt mich als Problemlöser an.
Wenn ich nicht gerade Probleme löse
Dann schreibe ich – vor allem Kurzgeschichten, ab und zu auch im Rahmen von Schreibgruppen. Beim Bouldern suche ich mir am liebsten die kompliziertesten Wege, um auf Steine zu klettern. Dazu kommen Fahrradfahren, Programmieren und Musikproduktion.
Was mich antreibt
Freiheit ist mir unglaublich wichtig. Egal, woher jemand kommt, woran er glaubt oder was seine Eltern verdienen – wir alle verdienen dieselben Chancen im Leben. Auch die zweiten Chancen. Ich selbst hatte einige davon, und dafür bin ich unendlich dankbar. Und egal, was ich tue: Ich möchte es mit Sinn tun. Im Beruf helfe ich Firmen, in der Politik helfe ich Menschen. Beim Schreiben gebe ich meinen Emotionen Raum, und beim Bouldern sorge ich dafür, fit für die nächste Herausforderung zu bleiben.